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Seniorenrat warnt vor ärztlicher Unterversorgung

Friedrichshafen – – Der Landesseniorenrat fordert mehr ambulante medizinische Zentren auf dem Land. Außerhalb der großen Städte drohe angesichts der Schließung kleinerer Krankenhäuser und Praxen älterer Ärzte die Gefahr einer Unterversorgung von Patienten, warnte der Vorsitzende Roland Sing gestern in Friedenshafen beim 27. Landesseniorentag. „Ich hoffe sehr, dass das Gesundheitswesen von seiner zentralistischen Ausrichtung wegführt und wieder mehr regionale Verantwortung gerade bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung Platz greifen kann“, so Sing.

Pflegestützpunkte „Die ältere Generation gehört einfach nicht aufs Abstellgleis, sie steht mitten im Leben“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU). Das Sozialministerium betonte, für die Landesregierung habe es eine hohe Bedeutung, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum auf hohem Niveau zu halten und zu sichern. Der Südwesten verfügt laut Mappus bereits über vielfältige Möglichkeiten der Hilfe und Pflege für Senioren in Wohnortnähe.

Er erinnerte an das Hilfenetz für Angehörige von Demenzkranken sowie die geplanten Pflegestützpunkte. Diese Strukturen müssten weiterentwickelt werden. Für die Betreuung sei ehrenamtliches Engagement unerlässlich. Sing trat für eine bessere Ausstattung von Pflegeheimen ein und forderte mehr Einzelzimmer. Die geplante Übergangsfrist von 25 Jahren bei bestehenden Häusern müsse auf fünf Jahre reduziert werden. Der Landesseniorentag stand unter dem Motto „Ältere Menschen in der Mitte der Gesellschaft“. Der Rat versteht sich als unabhängige, überparteiliche Interessenvertretung für die rund 2,54 Millionen Menschen im Land, die 60 Jahre und älter sind. lsw

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